Nach Durchschreiten des Portals mit der darüber liegenden eleganten Renaissance-Loggia gelangt man in den zweiten Hof und von hier in den Palazzo Nuovo. Es handelt sich um ein strenges Natursteingebäude, das durch elegante zwei- und dreibogige Fenster aufgelockert wird, und auf die Amtszeit von Fürstbischof Federico Vanga (Anfang XIII Jh.) zurückgeht.
Der große und strenge Raum im Erdgeschoß des Palazzo Nuovo, der nur durch eine Reihe schmaler Maueröffnungen erhellt wird, wurde für Gerichtsverhandlungen genutzt.
An der Rückseite des Saals nahmen die Richter wahrscheinlich auf der hohen, direkt an den Fels gebauten Empore ihren Platz ein.
Der über eine beeindruckende Außen-Treppe erreichbare weitläufige, helle Saal im zweiten Stockwerk ist der Ratssaal, der zu Repräsentationszwecken diente.
Ein Fresko aus dem fünfzehnten Jahrhundert, das Karl den Großen, den Hl. Virgilius - Schutzpatron von Trient – und Fürstbischof Adelpreto zeigt, erzählt symbolisch die Geschichte des Gebiets, das den Herren von Trient vom Deutschen Kaiserreich übertragen wurde.