Castello del Buonconsiglio monumenti e collezioni provinciali

Personaggi

Pietro Vigilio Thunn (1724-1800; P.V. 1776-1800)

Der letzte Fürstbischof, der tatsächlich das Fürstentum Trient regiert, beschreitet seit seiner Wahl einen Weg der Reformen, in einer historischen Periode, die durch tief greifende politische und institutionelle Veränderungen gekennzeichnet ist. Im Laufe einer Mission in Wien unterzeichnet er 1777 mit Kaiserin Maria Theresia ein Abkommen, das das Fürstbistum in kommerzieller und steuerlicher Hinsicht der österreichischen Gesetzgebung unterstellt.

Wenige Jahre später, 1781, bietet er Kaiser Johann II. im Austausch gegen eine persönliche Leibrente die Herrschaft über das Gebiet Trient an. Dieses Vorgehen Pietro Vigilio Thunns, das unvermeidlich darauf hinausläuft, dass das kleine Fürstentums durch die habsburgische Verwaltung aufgesogen wird, hat keinen Erfolg, wird aber von den konservativeren Trentiner Kreisen stark kritisiert.

Als 1796 das Heer Napoleons vorrückt, verlässt der Fürstbischof Trient, ohne je zurückzukehren, nicht einmal als die frühere Situation durch die Intervention der österreichischen Truppen wiederhergestellt ist. Unfähig, den Lauf der Dinge zu ändern, kann Thunn nur ohnmächtig der politischen Vernichtung des Fürstentums zusehen, das fortab nur noch auf dem Papier existiert, bis es 1803 definitiv abgeschafft wird.