Zurückgekehrt in der ersten Stock des Magno Palazzo und der “Loggia des Romanino” geht man über die Treppe in den Garten hinunter und passiert dabei das Gewölbe im Erdgeschoss.
Auf dem Treppenabsatz der von der Loggia zur Treppe führt, wechselt Girolamo Romanino in seinen Fresken allegorische, mythologische und Genreszenen miteinander ab. Hier sind die eindrucksvollen Bilder von Porzia und Dido wieder gegeben, Allegorien des Geizes und der Verschwendung; über den Türen befinden sich die Allegorien der Schamlosigkeit (Venus entwaffnet Cupido, der von einer Kurtisane beschützt wird) und der Keuschheit (Hofdame mit Einhorn).
An der Wand entlang der Treppe, an ein fingiertes Geländer angelehnt, ist der Hofnarr abgebildet, der mit einem Affen spielt, und ein elegant gekleideter Herr, ein Oberaufseher über die Arbeiten am Magno Palazzo, während er die Bauarbeiter bezahlt, der älteste von ihnen wird mit großem Realismus dargestellt. An der Decke des Treppenhauses thront in eleganter Weise Diana zwischen wundervollen monochromen Darstellungen mit mythologischen Themen. Im unteren Teil das erotische Thema der schlafenden Nymphe, die von einem Satyr bedrängt wird.