Von der Loggia kommt man zu dem langen Korridor, der ursprünglich durch ein Außenwerk den Garten mit diesem Teil des Palastes verband, wo sich die Küchen und Bäder befanden.
Er bewahrt eines der schönsten Dekors von Romanino. Auf dem Gewölbe zeigen zahlreiche Putten in lebhafter Bewegung, Palmwedel, Lorbeer und die Unitas; im Zentrum befindet sich die Figur der Minerva; im Hintergrund, über der Tür, ist die Hinrichtung des Prometheus (oder vielleicht von Tizius) dargestellt. Die Wände schmücken Friese aus fingierten Marmorbüsten im antiken Stil und Ovale in einfarbigem Rot von exzellenter Ausführung mit mythologischen Themen.
Vom Korridor gelangte man zu der “stua secca” und zu der “stua da bagno”, d.h. zu den vom Kardinal zu Zwecken der Körperpflege genutzten Bädern: der kleine Flur ist mit einer Stuckdecke verziert sowie zwei sinnlichen Freskobildern mit Badenden, die Romanino geschaffen hat.