Die Befestigungsanlage besteht aus Ringmauern, die um den Kern der Burg angeordnet sind. Das noch gut erhaltene Steintor, das sich auf dem Weg zum Gipfel des Hügels befindet, gehörte zu der äußersten Verteidigungslinie.
Hinter dem zweiten Tor, dem die Räume angeschlossen sind, in denen die Wache untergebracht war (heute Kasse), erstreckt sich rechts der so genannte „Turnierplatz“, eigentlich ein Hof, der die bestmögliche Verteidigung der Anlage auf jener Seite garantieren sollte, die am ehesten feindlichen Angriffen ausgesetzt war.
Geht man auf dem vor einer weiteren Ringmauer geschützten Weg weiter, der am Fuße der eindrucksvollen, auf dem Felsen errichteten Festung verlauft, kommt man an der massiven Nordbastion vorbei. Darauf erkennt man das Steinwappen der Grafen von Trapp, die ab 1470 Lehnsherren der Burg und ihrer Ländereien waren.
Ein verheerender Brand im Jahre 1513 zwang die neuen Lehnsherren, umfangreiche Bauarbeiten durchzuführen und die Burg mit mächtigen Anlagen zu versehen, um den neuen, durch die Einführung der Feuerwaffen erforderlichen Verteidigungskriterien gerecht zu werden. Diese neue Funktion zeigt sich in der mächtigen, runden Form und den Schießscharten, die im oberen Teil der Bastion sichtbar sind.
Nördlich der Bastion öffnet sich das dritte, das so genannte „dunkle“ Tor, durch das man in die Festung gelangt. Die Verteidigungsfunktion dieses Einganges wird noch deutlicher durch seine Tiefe und die drei Tore, die auf einem geneigten Boden dicht hintereinander und in einem solchen Winkel zueinander angelegt waren, dass dem Angreifer die Sicht genommen war, was durch die Dunkelheit noch verstärkt wurde: daher die Bezeichnung „dunkles Tor“.