Letzter Vertreter des Hauses Madruzzo und der einzige, der sich nicht des Kardinalstitels rühmen kann, nimmt Carlo Emanuele nicht jene internationale Rolle ein, die seinen Vorgängern so viel Glanz verschafft hatte. In den Jahren seiner Regentschaft muss er verschiedene heikle Angelegenheiten auf politischer Ebene lösen, wie die Ansprüche auf das Fürstentum, die seitens der Erzherzogin Claudia de’ Medici erhoben werden. Außerdem zeichnet sich das Aussterben seiner Familie ab, das Madruzzo vergeblich zu verhindern sucht, indem er um eine Rückkehr in den weltlichen Stand bittet, die ihm nie zugestanden wird, um Nachkommen zu zeugen.